Mayser setzt neue Standards für die Mensch-Roboter-Kollaboration

Einzigartiger Ultraschallsensor für eine sichere Zusammenarbeit 

Ulm 08.02.2017 – Das süddeutsche mittelständische Unternehmen, dessen Unternehmensgeschichte von der Hutmanufaktur bis zur Industrie 4.0 reicht, hat einen weltweit einzigartigen Ultraschallsensor entwickelt, der zahlreiche Arbeits- und Lebensbereiche des Menschen sicherer macht. Der Ultraschall safety ermöglicht unter anderem eine gefahrlose Zusammenarbeit von Mensch und Roboter bei MRK-Applikationen und bietet eine funktional sichere Lösung für die Werkzeug- und Werkstückabsicherung.  

Selbstfahrende PKWs, autonom fahrende U-Bahnen in Paris und London, fahrerlose Transportsysteme, vollautomatische Produktionsstraßen – die Anzahl an automatisierten Prozessen in unserem beruflichen und privaten Alltag nimmt ständig zu. Wie stark man aber auch deren Ablauf optimiert: Der selbstständig handelnde Mensch bleibt als "Schwachstelle“ des Systems bestehen. Um bei zunehmendem Automatisierungsgrad trotzdem die Sicherheit von Menschen zu gewährleisten, entwickelt und produziert Mayser seit nunmehr 39 Jahren Sensorlösungen für den Personenschutz, wie aktuell den weltweit einzigen funktional sicheren Ultraschallsensor Ultraschall safety. Thomas L. Zawalski, Geschäftsführer von Mayser, freut sich über die im Februar erteilte ISO-Zertifizierung für den Ultraschallsensor. „Wir setzen über viele Bereiche hinweg hohe Standards, und mit dem neuen Ultraschallsensor übernehmen wir die Qualitätsführerschaft im Bereich der sicheren Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Damit eröffnen sich noch nie da gewesene Möglichkeiten.“ 

 

Mensch und Roboter arbeiten im Team an einem gemeinsamen Ziel  


Ein zentrales Thema der Industrie 4.0 ist die Mensch-Roboter-Kollaboration. In der intelligenten Fabrik von morgen wird es weiterhin Menschen geben, allerdings wird deren Arbeit anders definiert sein, individueller und lösungsorientierter. Roboter unterstützen Menschen bei schweren und anstrengenden Arbeiten wie dauernden Überkopftätigkeiten oder bei der Übergabe von Zulieferteilen. Doch was passiert, wenn ein Mitarbeiter und ein spitzes Werkzeug aufeinandertreffen? Ohne Schutzzäune oder andere sichernde Vorrichtungen, die jedoch eine Teamarbeit an einem Objekt behindern würden, kann der Roboter zu einer Gefahr für den Menschen werden. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten berührungslose Schutzvorrichtungen wie kapazitive oder Ultraschallsensoren. 


Mehr Effizienz durch höhere Geschwindigkeiten und Taktzeiten


Im Februar wurde der Ultraschall safety von Mayser als erster und bisher einziger Ultraschallsensor weltweit für den Personenschutz im Industrieumfeld zugelassen. Der Aufbau der Auswerteeinheit ermöglicht es, bis zu zwei Ultraschallwandler als Signalgeber anzuschließen, die jeweils ein Schutz- und ein Warnfeld aufbauen. Im Warnfeld werden schnelle Bewegungen des Roboters zugelassen. Das erhöht die Produktivität und die Wirtschaftlichkeit. Nähert sich dann etwa ein Schrauber einem Werkstück, wird das kleinere Schutzfeld aktiviert. Dieses erkennt eine Person oder ein Objekt und der Roboter wird gestoppt oder auf eine sichere Verfahrensgeschwindigkeit abgebremst. 


Weltunternehmen in der Robotik arbeiten mit dem Sensor


Die sichere Sensorik von Ultraschall safety kann zukünftig in vielen automatisierten Bereichen eingesetzt werden. Für Erstausrüster (OEMs) in der Robotikindustrie, Systemintegratoren und Automatisierungsanwendern sieht das Unternehmen Mayser viele Vorteile durch die neue Sensorgeneration. Gemeinsam mit dem Weltunternehmen KUKA, das im Bereich Industrieroboter führend ist, hat Mayser eine Vorentwicklung für eine sichere Werkzeug- und Werkstückabsicherung an einem KUKA LBR iiwa verwirklicht.


Unternehmensgeschichte von der Hutmanufaktur bis zur Industrie 4.0 

Vor ca. 215 Jahren begann die Geschichte von Mayser als Hutmanufaktur. Heute werden individuelle und technologische High-End-Lösungen für Kunden aus zahlreichen Branchen – von der Automobilindustrie bis zum öffentlichen Personenverkehr und dem Maschinenbau – erarbeitet. „Wir sind ein Unternehmen mit über 215 Jahren Erfahrung und haben die Wirtschaftsentwicklung von der Industrialisierung als Hutmanufaktur bis zur heutigen Industrie 4.0 begleitet. Wir werden auch zukünftig innovative Lösungen entwickeln und blicken deshalb positiv in die nächsten 200 Jahre“, so Geschäftsführer Thomas L. Zawalski. 

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